Kickstart Monday #5: Die UBS verlangt von Bewerbern KI-Kenntnisse.
Wer 2027 als Nachwuchsbanker bei der UBS anfangen will, muss nachweisen, dass er mit KI arbeiten kann. Nicht ChatGPT bedienen, sondern damit bessere Ergebnisse liefern. Außerdem: Die Tech-Branche streicht so viele Stellen wie nie, New York verbietet KI an Schulen bis Klasse acht. Und Claude hat Fermats letzten Satz maschinenprüfbar gemacht.
Hervorgehobene Wörter erklären sich beim Antippen.
01 · Was neu ist
Die UBS verlangt von Bewerbern KI-Kenntnisse
Wer sich bei der Schweizer Großbank für den Jahrgang 2027 bewirbt, als Absolvent oder Praktikant im Investmentbanking, muss KI-KompetenzDie Fähigkeit, KI-Werkzeuge sachgerecht einzusetzen und ihre Grenzen zu kennen. Die europäische KI-Verordnung verlangt von Betrieben, ihre Leute darin zu fördern. nachweisen. ChatGPT bedienen zu können reicht nicht. Verlangt wird der Nachweis, damit verantwortungsvoll umzugehen und messbar bessere Ergebnisse zu liefern. Die Financial Times berichtete darüber am Sonntag.
Die UBS ist eines der ersten großen Häuser, das KI-Kenntnisse in die formalen Einstellungskriterien schreibt. Santander sucht für einzelne Programme bereits fortgeschrittene Nutzer. Dahinter steht, dass Banken die Routinearbeit von Nachwuchskräften an Programme abgeben: Finanzanalyse, Recherche, Präsentationen. Morgan Stanley rechnet damit, dass bis 2030 rund zehn Prozent der Bankstellen in Europa wegfallen, mehr als 210.000.
Tech-Konzerne streichen so viele Stellen wie nie
In den ersten acht Monaten des Jahres haben 264 Technologiefirmen weltweit über 205.000 Stellen gestrichen. Im gesamten Vorjahr waren es rund 124.000. Allein in der Bay Area wurden bis Anfang September 12.947 Streichungen angekündigt, 27 Prozent mehr als im ganzen Jahr davor.
Den größten Block stellt dort Meta mit 3.715 Stellen, dahinter Amazon, Cisco und Oracle. Oracle hat binnen zwölf Monaten rund 21.000 Stellen abgebaut, etwa 13 Prozent der Belegschaft. Aufschlussreich ist die Begründung: Anfang des Jahres nannten sieben Prozent der Ankündigungen KI als Grund, im Frühjahr waren es 40 Prozent.
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Norwegens Staatsfonds rechnet mit bis zu 35 Prozent Verlust
Der größte Staatsfonds der Welt hat auf Bitte des norwegischen Finanzministeriums durchgerechnet, was passiert, wenn die Gewinnerwartungen an KI-Unternehmen und die erhofften Produktivitätsgewinne ausbleiben. Ergebnis: 18 bis 35 Prozent Wertverlust im Aktienportfolio.
Der Kern des Problems ist ein KlumpenrisikoWenn ein großer Teil des Vermögens von wenigen ähnlichen Werten abhängt. Läuft es dort schlecht, hilft die Streuung im Rest nicht mehr viel.. Der Fonds gewichtet US-Aktien bewusst niedriger als der Vergleichsindex, trotzdem liegt ihr Anteil bei 50 Prozent. Obergrenzen für einzelne Märkte oder Branchen will er vorerst nicht einführen.
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02 · Was sich ändert
New York verbietet KI an Schulen bis Klasse acht
Bürgermeister Zohran Mamdani und Schulkanzler Samuels haben am 2. September ein Verbot erzeugende KIProgramme, die neue Texte, Bilder oder Töne hervorbringen, statt vorhandene nur zu durchsuchen oder zu sortieren. Gemeint sind Werkzeuge wie ChatGPT oder Gemini. für rund 600.000 Schüler angekündigt, von der Vorschule bis Klasse acht. Es gilt ein Jahr lang, beginnend mit dem laufenden Schuljahr.
Bei mehr als 38 bisher erlaubten Programmen werden die KI-Bestandteile abgeschaltet. Lehrkräfte dürfen KI weiter für Unterrichtsvorbereitung und Verwaltung nutzen. An Oberschulen laufen begleitete Versuche, dazu bekommen alle Schüler zweimal im Jahr Unterricht über Funktionsweise, Verzerrungen und Grenzen. Eine Kommission soll in der Zeit prüfen, was der Einsatz mit dem Lernen macht.
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Google macht Musik in der Gemini-App
Seit dem 4. September steckt das Musikmodell Lyria 3.5 in der Gemini-App und in der Schnittstelle für Entwickler, weltweit und für alle Nutzer. Stücke lassen sich bis zu drei Minuten lang erzeugen, mit Gesang und Arrangement.
Google sagt, als TrainingsdatenDas Material, aus dem ein Modell gelernt hat. Wem es gehört und ob es dafür benutzt werden durfte, ist derzeit Gegenstand mehrerer Klagen. sei ausschließlich lizenziertes Material benutzt worden. Welches das ist, sagt das Unternehmen nicht. Bemerkenswert ist die Betonung: In der Woche davor hatten Sony und Warner Anthropic wegen Songtexten verklagt.
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Fristen im Blick
- bis auch ältere KI-Werkzeuge ihre Ergebnisse maschinenlesbar kennzeichnen müssen
- bis Betriebe über 800.000 Euro Vorjahresumsatz ihre Rechnungen an andere Firmen elektronisch ausstellen müssen
Wird bei jedem Aufruf neu gerechnet.
03 · Die Zahl der Woche
13 Millionen Zeilen
So viel Code hat Claude geschrieben, damit ein BeweisassistentEin Programm, das jeden Schritt eines mathematischen Beweises nachrechnet und nur durchgehen lässt, was lückenlos aus den Voraussetzungen folgt. Fermats letzten Satz erstmals lückenlos nachrechnen konnte. Bewiesen ist der Satz seit 1995, maschinell geprüft war er bis jetzt nicht.
Dutzende Agenten arbeiteten elf Tage lang weitgehend selbständig und bewiesen dabei 29.500 Zwischensätze. Anthropic beziffert den Verbrauch auf rund sechs Milliarden Token und die Kosten auf 100.000 bis 300.000 Dollar. Der Mathematiker Kevin Buzzard vom Imperial College nennt das Ergebnis eine außergewöhnliche Leistung.
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Daniel Klantke · Kickstart Monday #5 · klantke.com/blog/kickstart-monday-05
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